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Pontonier-Sport

Faszination Pontonier-Sport


Was ist ein Pontonier?

Was ist unter einem Pontonierfahrer zu verstehen ? Das französische Wort „Ponton“ findet seinen Ursprung im lateinischen Wort „ponto“ zu „pons“:Brücke (laut Duden). Ein Ponton ist einem breiten, flachen Kahn ähnlich, offener oder geschlossener Hohlkörper zum Bau von (behelfsmässigen) Brücken oder ähnlichen (ebenfalls laut Duden).Heute verwenden die Pontoniere für ihre Wasserfahrten sogenannte Übersetzboote oder Weidlinge. Ein Weidling ist ein kleines Schiff aus Holz oder Kunststoff, hinten und vorne im Spitz auslaufend. Es ist schmaler und handlicher als das Übersetzboot.

Das Wasserfahren wird heute als Sport betrieben, wobei jeweils zwei Wettkämpfer einen Fahrtrupp bilden. Steuermann und Vorderfahrer sind ein Team, welches das Schiff (Übersetzboot oder Weidling) auf optimale Weise auf dem Wasser fortbewegt und an den richtigen Ort hinführt. Dabei wird nicht nur Kraft gefordert, sondern auch Geschicklichkeit und genaue Kenntnisse des Wassers, die nur durch jahrelanges Üben erworben werden können.

Übersetzboot: 9.1 Meter lang, 1.68 Meter breit mit 460 kg Gewicht
Weidling: 9.8 Meter lang, 1.51 Meter breit mit 340 kg Gewicht
Ruderfahrt
Ruderfahrt im Übersetzboot
So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass vielfach der Vater mit seinem Sohn im gleichen Schiff steht. Ungestüme jugendliche Kraft und abgeklärte Erfahrung ergänzen sich so auf ideale Weise. Der Pontoniersport kann während Jahrzehnten ausgeübt werden, und auch mit vierzig Jahren gehört man noch nicht zum alten Eisen. Jung und alt bilden zusammen die Grundlage für die sprichwörtliche Pontonierkameradschaft.
Durchfahrt
Übersetzboot bei einer Durchfahrt
Jährllich werden etwa vier gesamtschweizerische Wettfahren durchgeführt. Daneben kommen noch verschiedene kleine Wettfahren und Spezial- wettkämpfe zur Austragung. Der Wettkampfparcours kann mit einem Hindernislauf auf dem Wasser verglichen werden. Es geht darum, verschiedene Übungsteile möglichst schnell und präzise sowie stilistisch einwandfrei zu absolvieren.
Abfahrt Stange
Abfahrt unterhalb einer Stang
Die Wettfahren werden als Einzel- und Sektionswettfahren durchgeführt. Das Einzelwettfahren erfolgt parrweise, während beim Sektionsfahren vier Mann, also zwei Fahrtrupps im Schiff sind, die sich gegenseitig ablösen. Dabei wird die Sektion vom Fahrchef geleitet.
Abfahrt unterhalb Felsen
Abfahrt unterhalb eines markierten Felsens

Beim Einzelwettfahren wird das Boot von zwei Pontonieren manövriert. Die wesentlichen Übungsteile bei einem Einzelwettfahren sind:
- Stachelfahrt
- Abfahrt unterhalb einer"Stange" odereines "markierten Felsens"
- Einfahren in "Brückenlinie" (Geschicklichkeit)
-Durchfahrt zwischen markierten Brückenpfeilern
- Landung auf ein bestimmtes Ziel
- Landung auf höchstes Ziel (möglichst hoch am Gegenufer landen

Fahrerpaar am Stacheln
Fahrerpaar am Stacheln
Bei Sektionswettfahren kommen noch eine gemeinsame Stachelfahrt und ein Übersetzen in Linie dazu. Bei diesen Phasen wird auch die Zusammenarbeit der ganzen Sektion beurteil. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei, höchstens aber sechs Schiffen. Grössere Sektionen fahren deshalb in mehreren Gruppen
Gemeinsame Stachelfahrt
Gemeinsame Stachelfahrt beim Sektionswettkampf
Die einzelnen Übungen richten sich nach den Ufer- und Flussverhältnissen am Wettkampfort. Auch die Reihenfolge der einzelnen Übungsteile kann beliebig festgelegt werden. Für die Beurteilung eines Wettfahrens wird eine Maximalpunktzahl festgelegt. Fehler oder das Nichterreichen der Idealzeit werden in Abzug gebracht. Auszeichnungen erhalten diejenigen Fahrerpaare, denen es gelingt, sich vordersten Ranglistenviertel zu klassieren. Dazu ist regelmässiges, hartes Training erforderlich. Seit ein paar Jahren werden auch im Pontoniersport die vorderen Ränge immer härter umkämpft, was sich in den geringen Punkterückständen an der Spitze zeigt.
Brückenlinie
Einfahrt in Brückenlinie / markierte Brückenpfeiler
Viele weitere Aktivitätet sind in den letzten Jahren dazugekommen und immer wieder wird versucht, den Pontoniersport noch attraktiver zu machen. So werden heute an Eidg. Wettfahren folgende Spezialwettkämpfe zusätzlich ausgetragen:
Schwimmen
200m freistil. Austragungsort je nach den vorhandenen Möglichkeiten (Hallenbad, Freibad oder im Fluss)
Einzelschnüren
Absolvieren eines vorgegebenen Parcours mit verschiedenen Knoten auf Zeit und ohne Fehler
Schnüren eines Objektes
Erstellen eines Schnürobjektes in der Gruppe auf Zeit und ohne Fehler
Bootfähren-Bau
Erstellen einer Bootfähre über einen Fluss auf Zeit und ohne Fehler
Knoten
Umgang mit Seilwerk

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